Häufige Fragen zur Lerntherapie
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Lerntherapie in Trier
Was ist Lerntherapie?
Lerntherapie ist eine spezialisierte Fördermaßnahme für Kinder und Jugendliche, die trotz ausreichender Intelligenz erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen haben. Im Unterschied zur Nachhilfe setzt Lerntherapie nicht nur beim Schulstoff an, sondern bei den zugrundeliegenden Ursachen – etwa der Wahrnehmungsverarbeitung, dem Arbeitsgedächtnis oder der phonologischen Bewusstheit. Integrative Lerntherapie verbindet schulische Förderung mit Bewegungs- und Wahrnehmungsarbeit, damit Ihr Kind nachhaltig Lernfortschritte erzielen und Freude am Lernen (wieder)entdecken kann.
Wann braucht mein Kind Lerntherapie?
Lerntherapie kann sinnvoll sein, wenn Ihr Kind trotz regelmäßiger Übung anhaltende Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen hat – und dabei deutlich mehr kämpft als gleichaltrige Kinder. Typische Zeichen: Hausaufgaben sind täglich ein Kampf, Noten verbessern sich trotz Mehraufwand nicht, Ihr Kind verliert Motivation und Selbstvertrauen. Auch wenn Lehrkräfte oder Schulpsychologen eine Lese-Rechtschreib- oder Rechenschwäche (LRS, Legasthenie, Dyskalkulie) festgestellt oder vermutet haben, ist eine lerntherapeutische Diagnostik empfehlenswert. Für Vorschulkinder bieten wir zudem präventive Frühe Förderung an.
Was ist der Unterschied zwischen Nachhilfe und Lerntherapie?
Nachhilfe wiederholt Schulstoff und übt Aufgabentypen – sie setzt voraus, dass die Grundfähigkeiten vorhanden sind. Lerntherapie klärt zunächst, warum das Lernen nicht funktioniert, und behandelt die Ursachen. Bei einem Kind mit LRS bedeutet das oft zunächst, die auditive Wahrnehmung und phonologische Bewusstheit zu stärken – erst dann lassen sich Lesen und Schreiben effektiv aufbauen. Lerntherapie ist deshalb bei diagnostizierten oder vermuteten Lernstörungen deutlich wirksamer als klassische Nachhilfe: Sie erstellt individuelle Förderpläne auf Basis einer genauen Diagnostik und arbeitet an den Wurzeln des Problems.
Wie läuft eine Lerntherapie-Stunde ab?
Jede Therapiestunde findet im Einzelsetting statt und dauert 50 Minuten. Die Stunde beginnt mit einer Aufwärmphase, die Konzentration und Wahrnehmung aktiviert. Daran schließt sich die eigentliche Lernarbeit an – abwechslungsreich mit Spielen, Bewegung und gezielten Übungen auf dem aktuellen Entwicklungsstand Ihres Kindes. Am Ende steht eine kurze Reflexionsphase. Eltern werden regelmäßig in Elterngesprächen über Fortschritte und nächste Schritte informiert. Auf Wunsch findet auch ein Austausch mit den Lehrkräften statt. Die Therapie findet einmal pro Woche statt – Kontinuität ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.
Was kostet Lerntherapie?
Die Kosten für integrative Lerntherapie richten sich nach dem individuellen Therapieumfang und werden im Erstgespräch transparent besprochen. Die Abrechnung erfolgt als private Leistung. Für Familien, die finanzielle Unterstützung suchen, können Leistungen der Eingliederungshilfe (§ 35a SGB VIII) über das Jugendamt in Frage kommen. Manche Arbeitgeber bieten zudem Zuschüsse über betriebliche Gesundheitsangebote an. Im kostenlosen Erstgespräch informieren wir Sie über aktuelle Preise und mögliche Förderwege.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Lerntherapie in der Regel nicht, da diese nicht als ärztliche oder heilpädagogische Leistung im Sinne des Sozialgesetzbuchs anerkannt ist. In bestimmten Fällen können Eltern Unterstützung über das Jugendamt (Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII) beantragen – nämlich dann, wenn eine seelische Behinderung durch die Lernstörung droht oder bereits vorliegt. Einige private Krankenversicherungen leisten Zuschüsse. Wir beraten Sie gerne zu allen möglichen Wegen.
Wie lange dauert eine Lerntherapie?
Die Dauer hängt von Art und Ausmaß der Lernschwierigkeiten ab. Kleinere Probleme können in einigen Monaten bearbeitet werden, während eine ausgeprägte LRS oder Dyskalkulie oft einen längeren Therapiezeitraum von einem bis zwei Jahren erfordert. Nach der Diagnostikphase wird ein Therapieplan mit klaren Zielen erstellt. Fortschritte werden regelmäßig überprüft und mit den Eltern besprochen. Lerntherapie endet, wenn die vereinbarten Ziele erreicht sind und Ihr Kind eigenständig und mit Freude lernen kann.
Noch offene Fragen?
Ich nehme mir gerne Zeit für ein kostenloses Erstgespräch und beantworte alle Ihre Fragen zur Lerntherapie in Trier.
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